Ökumenischer Festgottesdienst mit Albanimahl

Unser prämiertes Kochbuch

31.01.2013

Unser Kochbuch gewinnt den zweiten Preis des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes

Das Kochbuch der Frauen St. Peter und Paul gewinnt den zweiten Preis des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes (SKF). An der 100-Jahr-Jubiläumsfeier des SKF vom 2. Juni wurde das Buch als besonders innovatives und nachhaltiges Projekt geehrt. Die Preissumme von 3000 Franken ist ein willkommener Zustupf für die Vereinskasse.

Viele Köchinnen verderben NICHT den Brei – das zeigt das Kochbuch «Frauen lüften Ihre Geheimnisse». Die Mitglieder der Frauen St. Peter und Paul haben darin 41 Rezepte publiziert: Von Aprikosenknödeln über Capuns und Jalangi-Dolma (gefüllte Weinblätter), Lozärner Chässuppe, Nusswähe, Türggeribel bis Zwetschendatschi haben die rund 150 Mitglieder ihre Lieblingsrezepte zusammengetragen und niedergeschrieben. Am 2. Juni 2012 an der 100-Jahr-Jubiläumsfeier des SKF in Luzern wurde die aufwendige und engagierte Arbeit der Vereinsfrauen nun belohnt: Das Kochbuch erhielt als besonders innovatives und nachhaltiges Projekt den zweiten Preis des Jubiläumsawards. Nach einer Ehrung im vollbesetzten KKL konnte die Vertretung des Vereinsvorstands mit einer sogenannten «Emilie»-Statue  – dem Pendant zum «Oscar» in Keramikform – und einem Check über 3000 Franken den Heimweg antreten.

Buch der gelebten Vielfalt

Um «Küchengeheimnisse» geht es im prämierten Kochbuch nicht nur, weil zum Teil bestgehütete Familienrezepte erstmals niedergeschrieben wurden. Mit den Rezepten werden auch Erinnerungen, Anekdoten oder persönliche Geschichten, die hinter einem Rezept stehen, veröffentlicht. Dabei geben die Vereinsfrauen Einblick in ihre Familie, in die Traditionen und Bräuche, die sie pflegen. Sie stellen ihr Heimatland kulinarisch vor oder lassen die Lesenden und Kochenden teilhaben an einem besonderen Moment in ihrem Leben. In diesem Sinn ist das Kochbuch der Frauen St. Peter und Paul auch ein Spiegel der gelebten Vielfalt: Es dokumentiert, wie Frauen unterschiedlichsten Alters und vielfältiger Herkunft, mit verschiedenartigen Lebenswegen und Lebenszielen zusammenfinden und über alles Trennende hinweg gemeinsam ein Projekt verwirklichen.
Die Idee zu dem im Juni 2012 ausgezeichneten Kochbuch entstand an der offenen Sitzung der Frauen St. Peter und Paul im August 2009. Nach den Sommerferien sind jeweils alle Vereinsmitglieder und weitere Interessierte eingeladen, an einer offenen Sitzung ihre Ideen einzubringen und damit das Vereinsleben mitzugestalten. Ziel war an der Sitzung im 2009, ein Projekt zu finden, an dem möglichst alle Vereinsfrauen aktiv mitwirken können, das gemeinsame Erlebnisse vermittelt und wenn möglich zum 150-Jahr-Jubiläum von St. Peter und Paul präsentiert werden kann. «Rezepte mit Geschichte(n)» zu sammeln, war deshalb das erste Ziel. Ob daraus lediglich einige kopierte Seiten zum Weitergeben im Verein oder vielleicht ein Büchlein entstehen würde, wurde bewusst offen gelassen.

Gemeinsam essen  – sich austauschen

Kleine Kostproben von nostalgischen und mit Erinnerungen verbundenen Rezepten tischte die Vereinsköchin Sonja Feltschèr  an der Generalversammlung vom 9. März 2010 auf: Bei hausgemachten Spätzli mit Apfel- und Quittenmus kamen denn auch die meisten GV-Teilnehmerinnen ins kulinarische Fachsimpeln. An zwei Teileten im Frühling 2010 und 2011 trafen sich Frauen mit Kostproben ihrer Lieblingsrezepte zum gemeinsamen Essen und zum Rezeptetausch. Dann setzte der Vorstand zum Endspurt an: Es waren so viele Rezepte zusammen gekommen, dass sie in einem handlichen Buch präsentiert werden konnten, das möglichst Anfangs 2012, im Jubiläumsjahr von St. Peter und Paul, vorliegen sollte. Nun galt es, die Rezepte zu erfassen, in eine einheitliche Form und Sprache zu bringen und gestalten zu lassen. Mit dem Winterthurer Gestalter Enzo Lopardo fand sich ein Könner, der jedes Rezept mit einem Foto illustrierte und dem Buch einen schon optisch appetitanregenden Auftritt gab.
Bei aller Begeisterung für das Projekt Kochbuch: Seine Gestaltung und der Druck stellten einen gewaltigen finanziellen «Hosenlupf» für die Vereinskasse dar. Dank der Vermittlung von Vereinspräses Pfarrer Hugo Gehring erklärte sich die Pfarrei St. Peter und Paul bereit, die Frauen mit einem Darlehen zu unterstützen und 100 Kochbücher zu beziehen. Dank der Preissumme von 3000 Franken aus der SKF-Prämierung und einer regen Nachfrage nach den Kochbüchern kann das Darlehen nun bereits vorzeitig zurückbezahlt werden.

Weiterhin sind die Kochbücher «Frauen lüften Ihre Geheimnisse» auf dem Pfarreisekretariat oder direkt bei Claudia Sedioli Preis von 20 Franken plus allfällige Versandspesen erhältlich.