Sommerwanderung Simplon 17./18. Juli 2019

21.07.2019

„über sächzgi“ Zweitages-Wanderung  Simplonpass – Gondo:  Der Flachlandhitze entflohen starteten wir nach einem typischen Walliser Mittagessen auf dem Simplon Pass und folgten dem klassischen Stockalperweg, der bis hinunter nach Gondo führt. Begleitet von leider schon verblühten Alpenrosen passierten wir den Alten Spittel (das ehemalige Hospiz) und folgten dem sehr schönen Weg zum Engiloch, einem der elf „Refuges“ aus Napoleons Zeiten zwischen Brig und Domodossola. Durch Lärchenwälder ging es weiter immer leicht bergab bis zum Weiler Egga, wo die schmucke Kapelle spontan zu einem gesungenen „Dona nobis pacem“ einlud. Nach Passieren des Gletschersturzes von 1901 erreichten wir unser Tagesziel  Simplon Dorf, wo wir Im Hotel Grina übernachteten.

Nach einem reichhaltigen Frühstück verliessen wir das sympathische Hotel und stiegen weiter ab über Gabi bis zur Alten Kaserne, welche heute ein Museum zur Entstehung der Simplonstrasse und des Simplonbahntunnels beherbergt. Hier beginnt die wilde Gondoschlucht, wo der Wanderweg teilweise aussen an der Strassengalerie entlang führt und  abenteuerlich über dem Fluss Doveria hängt. Der Stockalperweg durchquert dann in einem Stollen die Festung Gondo und endet schliesslich im Dorf Gondo. Hier schilderte uns ein junger Mann den schrecklichen Tag im Jahre 2000, an dem eine Schlamm- und Felslawine das halbe Dorf auslöschte. Dieser Mann war damals acht Jahre alt, hat trotz allem eine positive Lebenshaltung  und will als Restaurantbesitzer in seinem Dorf bleiben. Nach einer gut vierstündigen Heimreise trafen alle wohlauf wieder in Winterthur ein.

Die Nichtwanderer verbrachten den zweiten Tag im Zug mit einer idyllischen Heimreise von Domodossola durch das Centovalli und den langen Gotthardtunnel zurück nach Winterthur.