Versöhnung / Beichte

Schuld und Versagen gehören zu unserem Leben. Niemand macht alles richtig. Wir wissen und spüren, dass wir andere Menschen mit unseren Gedanken und durch unser Handeln verletzen können, dass wir uns im kleinen und grossen Massstab ungerecht und lieblos verhalten. Was haben solche Fehler mit Gott zu tun? Jesus sagt: «Was ihr für einen meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.» (Mt 25,40). Deshalb geht es auch um unsere Beziehung zu Gott, wenn wir im Kreis der Familie, der Arbeitskolleginnen, der Freunde, aber auch in wirtschaftlichen und politischen Belangen rücksichtslos und unmenschlich handeln.

Chance zu Neuanfang

Wenn wir das Sakrament der Versöhnung empfangen, sprechen wir gegenüber einem Priester aus, was uns belastet, und erfahren, dass Gott die Chance zu einem Neuanfang schenkt. Die Vergebung und die Kraft für eine versöhnte Zukunft werden uns in ermutigenden Worten und Zeichen zugesagt. Wenn Sie das Bedürfnis nach einem befreienden Beichtgespräch haben, melden Sie sich in Ihrem Pfarramt.

Licht- und Schattenseiten

Schuld und Versagen gehören zu unserem Leben dazu.

Wir bieten verschiedene Möglichkeiten an, sich mit den eigenen Schattenseiten auseinander zu setzen - dabei auch die hellen Seiten im Blick zu haben - und Versöhnung in ermutigenden Worten und Zeichen zu erfahren.

Versöhnungsweg

Einmal im Jahr im April oder Mai steht das Thema Versöhnung während einer Woche ganz im Zentrum unseres Pfarreilebens. Der sogenannte Versöhnungsweg wird von den Kindern der vierten Klasse im Rahmen des Religionsunterrichts begangen.
Auch die älteren Schülerinnen und Schüler sind - genauso wie die Firmandinnen und die Firmanden und die Erwachsenen - eingeladen, den abwechslungsreichen, sinnlichen und zum Nachdenken anregenden Pacours in Pfarreizentrum und Kirche zu begehen.
Der Weg schenkt Raum und Zeit, sich mit der eigenen Schuld und damit auch mit der Tiefendimension des eigenen Lebens auseinanderzusetzen. Die Seelsorgenden der Pfarrei stehen zum Abschluss des Weges bei Bedarf für ein Gespräch zur Verfügung.

Beichtgespräch

Darüber hinaus können Sie das Sakrament der Versöhnung in Form eines Beichtgespräches empfangen. Sie sprechen einerseits gegenüber einem Priester aus, was Sie belastet, und erfahren andererseits, dass Gott die Chance zu einem befreienden Neuanfang schenkt.
Das ist nicht immer so gewesen. Für viele ältere Menschen verkörpert die früher erlebte Beichtpraxis noch immer eine angstbesetzte Religion. Heute sprechen wir daher bewusst vom Sakrament der Versöhnung.
Wenn Sie ein Beichtgespräch wünschen, nehmen Sie Kontakt mit unserem Pfarramt auf.

Versöhnungsfeier

Die Beichte ist nicht mehr der einzige Weg, das Sakrament der Versöhnung zu empfangen.
Gemeinschaftliche Versöhnungsfeiern finden vor Ostern und Weihnachten und nach dem Versöhnungsweg statt. Die aktuellen Daten erfahren Sie in der Terminübersicht und im Pfarrblatt forum.